Universität Bonn

DFG FOR 2733. Sakralraumtransformation

"Sakralraumtransformation"
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Aktuelles aus der Forschungsgruppe

Eine Freundin der Kirche und ihr Begleiter

Im Jahr 2022 feiert »das münster«, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, sein 75-jähriges Bestehen. In all diesen Jahren war »das münster« darum bemüht, ein loyaler, kritischer, anregender und impulsgebender Be- gleiter sowohl der Kirche als auch der Kunst zu sein, die das Zweite Vatikanische Konzil in sei- ner Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concili- um in ein freundschaftliches Verhältnis zu- und miteinander stellt. In einer Zeit der gesellschaft- lichen und kirchlichen Umbrüche ist dieses Jubi- läum ein guter Anlass, um ehrlich auf das Ver- gangene zu blicken, realistisch den Status quo zu dokumentieren und mutig das Kommende zu bedenken: Wie ist es um das Verhältnis von Kunst und Kirche gegenwärtig bestellt? Welcher Gestalt ist diese »Freundschaft« im 21. Jahrhun- dert? Was für eine Rolle nahm und sollte die Zeitschrift »das münster« in dieser Freundschaft einnehmen?

Auf dem Symposium sollen diese und weitere Fragen beantwortet sowie Perspektiven zum Verhältnis von sakraler Kunst und Kirche be- nannt, überlegt und diskutiert werden.

Über die Zukunft von Kirchengebäuden

Der Ökumenische Kirchbauverein Gera hat nicht nur den Neubau der Katholischen Kirche St. Elisabeth (2003) begleitet, sondern auch den Umbau der evangelischen Johanniskirche und das Projekt der Geraer Kirchen auf der Bundesgartenschau 2007. Der aufgrund von Corona verschobene Fachtag für Interessierte aus Sachsen und Thüringen konnte am 25.6.2022 endlich stattfinden.
Der Verein wollte die Forschungsergebnisse und aktuellen Fragestellungen mit den Menschen diskutieren, die in den Gemeinden die Sorge für die Kirchbauten haben und gleichzeitig über den Tellerrand hinausblicken. Was für Nutzungsmöglichkeiten entstehen, wenn man sich öffnet? Welche Wege erweisen sich als gangbar, wenn man die Kirche wieder mit Leben füllen will, was die Gemeinden aus
eigener Kraft nicht mehr können? Was ist dabei zu beachten, damit solche Veränderungen allen Beteiligten verständlich und tragbar werden?
Sowohl nach dem einführenden Vortrag von Dr. Kerstin Menzel (Evangelische Theologie, TP 2) als auch in den Workshops von Alexander Radej (Katholische Theologie, TP 1), Elke Bergt (Referatsleiterin Bau Ev. Kirche in Mitteldeutschland) und Dr. Anja Löffler (Architektin, Gera) wurde lebhaft diskutiert. Konfessionelle Differenzen und gemeinsame Aufgaben wurden ebenso deutlich wie die Aufgabe der Verknüpfung von Kirchengebäuden mit dem Sozialraum und ihre Erhaltung als spirituelle Orte.

Studienprojekt zur Sakralraumtransformation

Prof. Ulrich Königs, Architekt und Leiter des TRANSARA Teilprojektes 4 welches die architektonischen Perspektiven der Sakralraumtransformation in den Blick nimmt, untersucht im Sommersemester 2022 mit seinen Studierenden am Lehrstuhl Konstruieren und Entwerfen in der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen an der Bergischen Universität Wuppertal die Transformationspotentiale der evangelischen Friedenskirche in Köln-Worringen.

Kirche im Wandel. Erfahrungen und Perspektiven zur Transformation sakraler Räume

Es handelt sich dabei um den ersten Band der neuen Buchreihe von „Transara“ mit den Vorträgen der ersten Ertragstagung vom Juli 2021 sowie einer Einführung in die Arbeit der Forschungsgruppe. Die Publikation ist nach Erscheinen in Papierform und als open-access-Veröffentlichung erhältlich. Der Band wird demnächst ausführlich vorgestellt.

Publikation | Vom Leitersteigen

Stefanie Lieb hat im Buch "Zwischen Himmel und Erde. Die Himmelsleiter von Billy Thanner" herausgegeben von Joachim Werz einen Beitrag zum Thema "Wege der Selbst- und Gotteserfahrung durch zeitgenössische Kunst im und am Kirchenbau" veröffentlicht.

Publikation | Sachliche Mystik. Die Innenraumkonzeption Clemens Holzmeisters für St. Georg in Köln (1929/30)

Stefanie Lieb hat in "Colonia Romanica XXXV. Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V." einen Artikel zum Thema: "Sachliche Mystik" publiziert.

Tagungsbericht - "Landliebe" Kirche weitergebaut XII

Am 28. März 2022 fand die Tagung "Kirche weitergebaut XII." unter dem Thema "Landliebe - Potenziale ländlichen Kirchen(um)baus" in der Katholischen Akademie Schwerte unter Leitung von Apl.-Prof. Dr. Stefanie Lieb statt.

Podium Kirche(n) als geteilter Sozialraum. Das Potential von Kirchenräumen.

Das von der Katholischen Gesamkirchengemeinde Süd veanstaltete Podium fußte auf dem Projekt „Maria als“, der Transformation einer neugotischen Pfarrkirche zu einem Hybridraum in einem partizipativen Prozess. Teilnehmende am Podium waren die Mannheimer Referentin für Baukultur Tatjana Dürr, Prof. Dr. Christian Bauer (Salzburg) und Prof. Gerhards. Im lebhaften Gespräch mit dem Publikum kam die Relevanz der Fragestellung eindrucksvoll zum Ausdruck.

Das Herz der Stadt. Das Bonner Münster in der Geschichte und nach seiner langjährigen Renovierung

Die Tagung führte in die Archäologie der auf antiken Gräbern erbauten Münsterkirche und in die aufwendige Restaurierung der letzten Jahre ein. Auf dem abschließenden Podiumsgespräch der von Prof. Gerhards mit vorbereiteten Tagung stellte er die von ihm mitbetreute kunstwissenschaftliche Dissertation vor: Julia Niemann, Tradition – Transformation – Identität. Eine interdisziplinäre Studie zur Architektur, Innenraumgestalt und Liturgie der Bonner Münsterkirche (Bild-Raum-Feier. Studien zu Kirche und Kunst 19), Regensaburg 2020.

Interkulturelle und interreligiöse Aspekte der Gestaltung von Sakralräumen

Das Seminar hat er einen theoretischen und einen praktischen Teil. Prof. Gerhards hielt ein Referat über Prinzipien der Einrichtung von sakralen Räumen, wobei das Spektrum von multireligiösen bis zu spezifisch konfessionellen Räumen reichte. Beim praktischen Teil ging es um die Einrichtung eines Gebetsraums in der Gregoriana.

Tagung „Carisma e creatrività"

Bei der vom Päpstlichen Kulturrat verantworteten Tagung ging es um die kulturellen Güter der Klostergemeinschaften, die weltweit zunehmend in Gefahr sind. Nicht nur die Gebäude, sondern auch das Inventar wie die Bibliotheken, die Kunstgegenstände, Textilien und anderes waren Gegenstand der zahlreichen Referate. Prof. Gerhards war Mitglied des wissenschaftlichen Komitees und hatte im Vorfeld durch Peer Reviews das Programm mit zu gestalten. Eindrucksvoll waren die intensiven Bemühungen auf internationaler Ebene, das kulturelle Erbe proaktiv zu bewahren (Teilnahme per Video).

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