Universität Bonn

DFG FOR 2733. Sakralraumtransformation

02. November 2021

"Sakralraumtransformation - Leitfaden für die Umnutzung von Kirchengebäuden in ein Kolumbarium" "Sakralraumtransformation - Leitfaden für die Umnutzung von Kirchengebäuden in ein Kolumbarium"

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In der Masterarbeit werden Beweggründe geklärt, warum eine Umnutzung zum Kolumbarium aus kaufmännischer Sicht und unter Einbeziehung anderer Stakeholder sinnvoll ist. Der beigefügte Kurzleitfaden dient Außenstehenden als Entscheidungshilfe und erklärt das Thema Kolumbarien schnell und übersichtlich. Außerdem führt der Leitfaden Interessenten und Stakeholder einer solchen Umnutzung durch sämtliche Zwischenschritte des Umnutzungsprozesses.

Durch zahlreiche Experteninterviews und Analyse des KIM Prozesses im Bistum Aachen wird zudem deutlich, wie aktuell das Thema Sakralraumtransformation heute schon in einzelnen Bistümern und Landeskirchen ist. 

Weitere Themen der Masterarbeit sind die modulare Bauweise von Urnen, eine eventuelle Liberalisierung des Friedhofsrechts und die Frage, ob in „ärmeren“ Bistümern eher Umnutzungen angestrebt werden und „reiche“ Bistümer den Gebäudeerhalt weiterhin gewährleisten können sowie die Forschungsfrage, ob durch die Verlagerung der Friedhöfe und Bestattungsflächen ins Innere der Kirche ein Flächenpotential entsteht, das für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden könnte.

Als Best-Practice-Beispiel dient St. Josef in Aachen, welches als Vorreiterobjekt mehr Aufmerksamkeit erhielt als nachfolgende Projekte, dies sowohl durch regionale als auch überregionale PR. 

Nach Ziegler liegen „Unterschiede in der Wirtschaftlichkeit oft am baulichen Zustand der Kirchen, die umgenutzt werden. […] Zum Schluss kann festgestellt werden. Bei dem Thema „Umnutzung der Kirchen“ geht es nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern durchaus um das Glaubensleben der Kirchengemeinden. Von den bisher durchgeführten Umnutzungen befindet sich der Großteil in Städten mit über 30.000 Einwohner mit einem dementsprechenden Einzugsgebiet. Dennoch lässt sich aus den Kolumbarien, die im Bistum Aachen und im Bundesland Nord-Rhein-Westfalen grob die Realisierung von mehreren hunderten Kolumbarien bzw. Grabeskirchen im Bundesgebiet ableiten. Überlegungen zur modularen Bauweise könnten eine deutliche Erleichterung der Durchführung durch Mengeneffekte bei Planungskosten führen.“

Die Masterarbeit wurde durch Prof. Sven Bienert (Leiter Teilprojekt 5) betreut.

Wenn Sie an der Masterarbeit Interessiert sind, wenden Sie sich an Johann Weiß (wiss. Hilfskraft Teilprojekt 5).

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