Universität Bonn

DFG FOR 2733. Sakralraumtransformation

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"Gott im Raum?!"
02.07.2020

Wir möchten auf eine Veranstaltung am 02.07.2020 zum Thema "Gott im Raum?! - Liturgische Nutzung und künstlerische Gestaltung sakraler Topographien" der Akademie Franz Hitze Haus in Münster aufmerksam machen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut und dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität IUNCTUS der PTH Münster stattfinden. Die Tagung soll das Verhältnis von klassischen liturgischen Orten und entsprechenden Rollen im Gottesdienst in den Blick nehmen. Thema hierbei sind die Möglichkeiten für die künstlicherische Gestaltung liturgischer Orte. Weitergehende Fragestellungen werden sich auf innovative Konzepte virtueller und realer Begegnungsorte beziehen.

Kirche nutzen
08.10.2020 ab 19:30 Uhr

Der Sinn für Kirchen als Schwellenorte oder Orte der Selbsttranszendenz ist im Zeitalter der virtuellen Welten keineswegs abhandengekommen, möglicherweise sogar wieder im Wachsen begriffen. Hier liegt eine noch viel zu wenig erkannte, geschweige denn genutzte Chance. Statt sich aus den Sakralräumen zurückzuziehen und sie anderen zu überlassen oder sie ganz aufzugeben, könnten vielmehr deren brach liegende Potenziale genutzt werden. Dass die schwindenden personellen wie finanziellen Kräfte der christlichen Gemeinden allein dazu meistens nicht ausreichen, steht außer Frage. Doch gibt es positive Beispiele von Teilumnutzungen und Nutzungsteilungen zu groß gewordener bzw. nicht mehr regelmäßig für den Gottesdienst genutzter Kirchenräume. Die "Hybridisierung" der Kirchenräume ist zweifellos risikobeladen und erfordert ständige kritische Reflexion, bietet aber andererseits ungeahnte Möglichkeiten für eine diakonische Präsenz von Christinnen und Christen in der "Fläche".

"Kirche weitergebaut XI"
30.11.2020

Die DFG-Forschungsgruppe 2733 "Sakralraumtransformation" lädt Sie herzlich zur Tagung am Montag, 30. November 2020 in der Akademie Schwerte ein. Alle Teilnahmeinformationen entnehmen Sie bitte dem Tagungsflyer der Akademie-Schwerte.

"Reusing Churches. New Perspectives in a European Comparison"
15.02.2021 10:00 bis 17.02.2021 13:00

Im Februar 2021 veranstaltet die VolkswagenStiftung ein Symposium unter dem Thema "Reusing Churches. New Perspectives in a European Comparison". Prof. em. Dr. Albert Gerhards (Sprecher der DFG-Forschungsgruppe 2733 & Leiter des Teilprojektes 1) und Dr. Kim de Wildt (stellv. Sprecherin der DFG-Forschungsgruppe 2733 & Leiterin des Teilprojektes 6) halten bei diesem Symposium einen Vortrag.

Niederländisches Netzwerk: "Kerkvernieuwers"
28.04.2021 ab 16:00 Uhr

Am Mittwoch 28. April 2021 findet ab 16 Uhr eine Veranstaltung des niederländischen Netzwerks: "Kerkvernieuwers" statt. Dr. Robert Plum (Post-Doc des Teilprojektes 7 und Koordinator der Forschungsgruppe) wird auf der Veranstaltung einen Vortrag mit Bezug auf die Forschungsgruppe 2733. "Sakralraumtransformation" halten.

Konvent der Baukultur in Potsdam
03.05.2022 bis 04.05.2022

Die Bundesstiftung Baukultur organisiert alle zwei Jahre den Konvent der Baukultur in Potsdam, bei dem vor einem interdisziplinären Publikum der Baukulturbericht und andere Inhalte vorgestellt werden. In diesem Jahr wird dort insbesondere der neue „Kodex-Baukultur“ präsentiert, den die „Stiftung Baukultur“ gemeinsam mit dem „Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG)“ entwickelt hat. „Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften umfasst auch den umsichtigen Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. Von den immobilienwirtschaftlichen Marktteilnehmern ist insbesondere viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit Transformationsprozessen bei kirchlichen Liegenschaften gefragt. Ein rein kaufmännischer Zugang ist zum Scheitern verurteilt. Uns war es vor diesem Hintergrund wichtig, hier mehr für dieses Thema zu sensibilisieren.

"Kirche im Wandel"
08.07.2021 bis 10.07.2021

Die digitale Konferenz der DFG-Forschungsgruppe „Sakralraumtransformation“ markiert eine erste Etappe des Projekts (s. die Homepage: www.transara.de). Nach der Erfassung und Kategorisierung der Objekte von Kirchenumnutzungen in den beiden Untersuchungsgebieten im Westen (Raum Aachen) und im Osten (Raum Leipzig) sowie ersten interdisziplinären Analysen von Transformationsprozessen geht es hier darum, auf der Basis der gemeinsamen Vergewisserung über den status quo zusammen mit Gastdozentinnen und -dozenten Forschungsperspektiven zu erörtern. Das Ziel ist die Formulierung einer interdisziplinären Kriteriologie für die Bewertung und Steuerung von Transformationsprozessen.

Romano Guardini, Burg Rothenfels und die Liturgie
24.09.2021 bis 26.09.2021

Vor 100 Jahren, kam der junge Priester Guardini als geistlicher Mentor der kath. Jugendbewegung und als Burgleiter nach Burg Rothenfels. Er war Religionsphilosoph, systematischer Theologe und Liturgiewissenschaftler. Seine liturgietheologischen Gedanken und praktischen Anregungen wurden zu Kernthemen der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils. Auf Rothenfels hat er vieles davon mit Kollegen, Freunden und unzähligen jungen Menschen erdacht und erprobt. Zeugnis davon geben noch immer die von ihm gemeinsam mit dem Architekten Rudolf Schwarz Ende der 1920-er Jahre eingerichtete Burgkapelle und der Rittersaal. Im Mittelpunkt dieses Wochenendes an historischer Stätte stehen Romano Guardini und seine liturgietheologischen Gedanken, denen wir uns in Lektüre und Austausch, Burgerkundung und Gottesdienst-Feiern nähern wollen. (Burg Rothenfels ist eine mittelalterliche Burganlage: feste Schuhe sind empfehlenswert; es gibt Gemeinschaftsduschen.)

"Diakonische Kirchen(um)nutzung"
27.09.2021 13:00 bis 28.09.2021 13:00

Diakonische Akteur:innen gewinnen für die Frage zukünftiger Kirchennutzung an Relevanz und die zunehmende Sozialraumorientierung in der kirchlichen Praxis rückt auch die Diakonie für die Frage nach Kirchennutzung neu in den Blick. In einem Symposium wollen wir zum einen das explizite diakonische Potential von Kirchenräumen ausloten: dieses umfasst die Mit- und Umnutzung von Kirchen durch diakonische Institutionen oder in dezidierter Beteiligung an Stadt- und Regionalentwicklung, aber auch Kirchenräume in diakonischen Einrichtungen. In mehreren Panels gehen wir diesen Themen im Gespräch von Theologie, Architektur- und Diakoniewissenschaft, der Stadt- und Regionalplanung, der Immobilienwirtschaft und der Religionswissenschaft nach. In Workshops werden Fallstudien zu einzelnen Beispielen aus der Arbeit des Projekts erarbeitet.

"Die Zukunft unserer Kirchengebäude"
01.04.2022 bis 02.04.2022

Die Säkularisierung der Gesellschaft hat viele Folgen, unter anderem den Leerstand, die Umnutzung sowie den Abriss der Kirchen in Deutschland. Dieser Befund ist aber nicht bloß Anlass zu genereller Sorge, sondern zwingt alle Christinnen und Christen dazu, sich eingehend mit der Frage nach der Zukunft unserer Kirchengebäude auseinanderzusetzen. Während die damit verbundenen Problemstellun- gen in weiten Teilen Deutschlands längst auf der Tagesordnung stehen, genießen die Kirchen in den bayerischen Diözesen weithin wohlige Schonfrist. Die Zeichen der Zeit sind jedoch unverkennbar, so dass das Diözesan-Erwachsenenbildungswerk im Erzbistum Bamberg sein 50-jähriges Bestehensjubiläum zum Anlass nehmen möchte, zusammen mit der Katholischen Akademie in Bayern die Frage nach der Zukunft unserer Kirchgebäude öffentlich zu stellen.

"Kirche weitergebaut XII"
28.03.2022

"Die Kirche im Dorf lassen" ist schon länger ein Leitspruch für die Problematik und die Initiativen rund um die Situation der "überfälligen" Kirchengebäuden in Deutschland. Während sich im städtischen Kontext noch eher alternative Konzepte einer Mischnutzung der häufig zu groß gewordenen Kirchenräume finden lassen, stellt sich das Szenario für Sakralbauten in ländlichen Regionen als weitaus schwieriger und verschärfter dar. In den letzten Jahren hat es jedoch diesbezüglich verschiedene weiterführende Projekte wie die IBA (Internationale Bauausstellung) in Thüringen oder den Wettbewerb "Land und Leute. Die Kirche in unserem Dorf" der Wüstenrot Stiftung gegeben, die zeigen, wie viel Potenzial gerade auch auf dem Land vorliegt und durch ideenreiche Konzepte freigesetzt werden kann.

"Die Kraft der Leere"
18.05.2022 von 18:30 bis 20:00

Die ehemalige evangelische Dreifaltigkeitskirche in Köln-Ossendorf ist ein Nachkriegskirchenbau von 1963. Sie wurde 2019 als Gottesdienstraum aufgegeben, 2020 vom Aikido-Lehrer Dirk Kopp als Pächter übernommen und in Zusammenarbeit mit dem Kölner Architekten Paul Böhm sensibel zu einem Aikido-Übungsraum umgestaltet. Bei dieser Umwandlung des Kirchenraums zu einem Dojo (japanischer Trainigs- und Meditationsraum) war gar nicht eine so gravierende architektonische Intervention vonnöten, da man an die bereits vorhandene Ästhetik der Reduktion des Sakralbaus anschließen konnte. Die "Kraft der Leere", die dem christlichen Raum bereits in der Grundstruktur innewohnte, prägt nun die meditative Atmosphäre des Aikido-Übungsortes. Bei einem geführten Rundgang durch das Aikido-Dojo mit Dirk Kropp, Paul Böhm und Stefanie Lieb soll diese spezielle Raumästhetik und ihre Transformation vorgestellt und diskutiert werden.

Immobilie Kirche - TRANSARA Jahrestagung 2022
30.09.2022 bis 01.10.2022

Kirchengebäude sind Immobilien mit einem Sonderstatus, deren Umnutzungsszenarien von Seiten der Denkmalpflege, Baukultur, Quartiersentwicklung und Bauökonomie viel Fingerspitzengefühl und vor allem Bereitschaft zur transdisziplinären Zusammenarbeit erfordern. Bei der Tagung der DFG-Forschungsgruppe TRANSARA werden in mehreren Impuls-Vorträgen und anschließenden Panels zu Denkmalpflege, Umbaukultur, Architekturentwurf und Immobilienwirtschaft die jeweiligen Wertedebatten und Strategien des Umgangs mit der „Immobilie Kirche“ vorgestellt und nach möglichen Anknüpfungspunkten, aber auch Disputansätzen untersucht werden. Erfahrungsberichte aus der Praxis sowie eine Begehung vor Ort erweitern als Anschauungsmaterial die unterschiedlichen Positionen, belegen aber auch, dass ein sinnvolles Weiterbauen mit der Immobilie Kirche nur im Zusammenspiel Aller erfolgen kann.

Sakrale Orte in säkularen Räumen
06.02.2023 bis 07.02.2023

Sakrale Orte in säkularen Räumen. Explorationen ausgehend von der Aula/Universitätskirche St. Pauli Leipzig Die gotische Universitätskirche St. Pauli wurde am 30. Mai 1968 auf dem Höhepunkt kirchenfeindlicher SED-Innenpolitik gesprengt. Damit trägt die Geschichte dieser Kirche auf besondere Weise die Geschichte der forcierten Säkularisierung in der DDR in sich und steht auch nach der friedlichen Revolution für die Frage nach dem Verhältnis von Kirche und ‚säkularem‘ Staat. Das zeigen auch die intensiv geführten Diskussionen um den Wiederaufbau der Kirche, die in den Beschluss zur Schaffung eines Hybridraumes mündeten, der die Hybridität durch den Schrägstrich bereits in seinem offiziellen Namen trägt: „Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli“. Faktisch erweist sich diese Doppelnutzung allerdings als Quelle beständiger Auseinandersetzungen durch die gesamte Baugeschichte hindurch bis in die Gegenwart. Programm und Anmeldemöglichkeiten ab Herbst!

Eine Freundin der Kirche und ihr Begleiter
30.06.2022 18:00 bis 02.07.2022 14:00

Im Jahr 2022 feiert "das münster", Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, sein 75-jähriges Bestehen. In all diesen Jahren war "das münster" darum bemüht, ein loyaler, kritischer, anregender und impulsgebender Begleiter sowohl der Kirche als auch der Kunst zu sein, die das Zweite Vatikanische Konzil in seiner Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium in ein freundschaftliches Verhältnis zu- und miteinander stellt. In einer Zeit der gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüche ist dieses Jubiläum ein guter Anlass, um ehrlich auf das Vergangene zu blicken, realistisch den Status quo zu dokumentieren und mutig das Kommende zu bedenken: Wie ist es um das Verhältnis von Kunst und Kirche gegenwärtig bestellt? Welcher Gestalt ist diese "Freundschaft" im 21. Jahrhundert? Was für eine Rolle nahm und sollte die Zeitschrift "das münster" in dieser Freundschaft einnehmen? u.A. halten Prof. em. Dr. Albert Gerhards, Dr. Kerstin Menzel und Apl.-Prof. Dr. Stefanie Lieb einen Vortrag

Zukunft von Kirchengebäuden
25.06.2022 von 10:00 bis 15:00

Forschung, Ideen und Erfahrungen neuartiger Nutzung Kirchengebäude haben für Menschen inner- und außerhalb der jeweiligen religiösen Gemeinschaften eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz und werden in ihrer Orientierungsfunktion für das individuelle und kollektive Gedächtnis wertgeschätzt. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Kirchenmitgliederzahlen stellt sich jedoch für die evangelische wie die katholische Kirche die Frage, ob Kirchengebäude verkauft werden, ungenutzt bleiben oder einer neuen bzw. erweiterten Nutzung zugeführt werden.

Ortsverlust als Chance begreifen und gestalten - Kirchbautag
10.09.2022

Der Workshop beleuchtet Erfahrungen und Perspektiven der interdisziplinären Forschungsgruppe »Transara« zur »Sakralraumtransformation« in Deutschland in Zusammenarbeit mehrerer Universitäten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und gibt Einblicke in die Vorgehensweise der Forschungsgruppe anhand dieses Projekts. Dabei werden die Teilnehmenden in die Kriterienfindung einbezogen, indem es nicht nur um die Transformation des Gebäudes geht, sondern auch um die Entwicklungsprozesse der handelnden Personen und die Auswirkungen auf den Sozialraum. Die beiden Untersuchungsräume Aachen und Leipzig ermöglichen einen Vergleich zwischen Regionen mit unterschiedlichen konfessionellen Prägungen, Ost und West, städtischen und ländlichen Räumen.

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